Milliardenprojekt unter dem Frankfurter Hauptbahnhof soll Verspätungen beenden

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Ein Bahnhof in Berlin, Deutschland, mit einem Zug auf den Gleisen, beleuchtet von Deckenlampen, Graffiti an der linken Wand und ein paar Gegenständen auf der rechten Seite.Admin User

Milliardenprojekt unter dem Frankfurter Hauptbahnhof soll Verspätungen beenden

Die Deutsche Bahn plant einen großen Ausbau unter dem Frankfurter Hauptbahnhof, um Verspätungen im deutschen Schienennetz zu verringern. Ein neuer Fernbahntunnel und ein unterirdischer Bahnhof sollen die Überlastung an einem der verkehrsreichsten Knotenpunkte des Landes entlasten. Das auf 3,6 Milliarden Euro geschätzte Projekt soll in den 2030er-Jahren beginnen.

Das Vorhaben umfasst einen tief liegenden Tunnel, der an einen neuen unterirdischen Bahnhof unter dem Hauptgebäude angebunden wird. Derzeit werden fünf Entwurfsvarianten geprüft, eine endgültige Entscheidung soll 2023 fallen. Der genaue Standort des Bahnhofs steht noch nicht fest, doch die Planer streben an, die Beeinträchtigungen für den Vorplatz, die U-Bahn und die Straßenbahn während der Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten.

Der Tunnel wird von Osten und Westen an das Netz angebunden und soll die Pünktlichkeit im Fernverkehr verbessern. Überirdisch entsteht ein zusätzlicher Bahnhof, der Kapazitäten für den Regionalverkehr freimacht. Die unterirdische Anlage wird für hochfrequentierte Züge und große Passagierströme mit Gepäck ausgelegt.

Gerd-Dietrich Bolte, bei der DB InfraGO AG für Infrastrukturprojekte zuständig, ist in die Planung eingebunden. Ein spezifischer Projektleiter für den Tunnel selbst wurde jedoch noch nicht benannt. Die Bauarbeiten sollen in den 2040er-Jahren abgeschlossen sein, wobei die endgültigen Kosten noch an die Inflation angepasst werden müssen.

Nach der Fertigstellung werden Tunnel und Bahnhof ein zentrales Element des deutschen Schienennetzes bilden. Die Modernisierungen zielen darauf ab, Engpässe am Frankfurter Hauptbahnhof zu verringern und die Zuverlässigkeit für Fernreisende zu erhöhen. Mit dem Baubeginn wird frühestens in einem Jahrzehnt gerechnet.

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