Rechtsextreme attackieren *Spiegel Online* wegen literarischem Kanon als „deutschfeindlich“
Rechtsextreme attackieren *Spiegel Online* wegen literarischem Kanon als „deutschfeindlich“
Ein kürzlich vom Spiegel Online veröffentlichter literarischer Kanon hat in Deutschland scharfe Kritik von rechtsextremen Akteuren ausgelöst. Kritiker wie Volker Zierke und Philip Stein verurteilten die Liste der 100 essenziellen Romane des Magazins als "deutschfeindlichen Schrott", der die nationale Identität untergraben solle. Der Streit spiegelt einen anhaltenden Kulturkampf wider, in dem die extreme Rechte gezielt eigene Lektürelisten fördert, um die deutsche Literaturtradition umzudeuten.
Die Ablehnung des Spiegel Online-Kanons durch die rechtsextreme Szene begann mit harschen Verurteilungen. Zierke und Stein warfen der Redaktion vor, eine Agenda zu verfolgen, die "Deutschland dekonstruiere", indem sie Werke ausschließe, die aus ihrer Sicht eine "eindeutig deutsche Perspektive" repräsentierten. Ihre Angriffe verbreiteten sich über Plattformen wie dem Blog des Magazins Sezession und dem Antaios Verlag – und erreichten so auch ein Publikum jenseits ihrer üblichen Anhängerschaft.
Doch die literarische Agitation der extremen Rechten beschränkt sich nicht auf Kritik, sondern ist Teil einer gezielten kulturellen Strategie. Durch die Veröffentlichung kommentierter Lektürelisten und öffentliche Diskussionsveranstaltungen versuchen sie, das kollektive Gedächtnis und die Tradition zu prägen. Ihre Aktivitäten sorgen dafür, dass die Debatten um den deutschen Literaturkanon politisch aufgeladen und hochgradig sichtbar bleiben.
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