Wagner-Inszenierung in Stuttgart löst Eklat mit Celans Todesfuge aus
Wagner-Inszenierung in Stuttgart löst Eklat mit Celans Todesfuge aus
Kürzliche Aufführung der Meistersinger von Nürnberg in Stuttgart löst Eklat aus
Eine aktuelle Inszenierung der Meistersinger von Nürnberg in Stuttgart sorgte für Aufsehen, nachdem Zuschauer während der Rezitation von Paul Celans Todesfuge – einem Gedicht des Holocaust-Überlebenden – buhten. Das Werk wurde über Wagners Vorspiel zum dritten Akt gelegt, was heftige Reaktionen auslöste. Der Stuttgarter Kommunikationschef verurteilte die Buhrufe später als respektlos.
Der Vorfall erinnert an frühere Kontroversen um Wagner-Produktionen, darunter eine Ring-Inszenierung von 1999, die einst das Publikum spaltete – einschließlich des Autors dieser Reflexion, der nun seinen eigenen Weg von Empörung zu Verständnis schildert.
Bei der Premiere am Samstag entschied sich Regisseurin Elisabeth Stöppler, Celans beklemmende Todesfuge mit Wagners Musik zu verbinden. Die künstlerische Wahl führte zu hörbarem Unmut im Publikum. Die Staatsoper Stuttgart hat bisher keine offizielle Stellungnahme abgegeben, doch Kommunikationsdirektor Johannes Lachermeier arbeitet an einer Erklärung der Inszenierung. Maßnahmen gegen künftige Störungen wurden nicht angekündigt.
Der Autor erinnert sich an einen ähnlichen Aufruhr im Jahr 1999, als eine von mehreren Regisseuren gestaltete Ring-Produktion in Stuttgart ihn wütend zurückließ. Damals fühlte sich die Inszenierung wie ein Angriff auf seine Liebe zu Wagner und seine Weltanschauung an. Doch nach einer Nacht des Nachdenkens änderte sich seine Perspektive. Am nächsten Morgen erkannte er den Wert jeder Regieinterpretation – eine Erfahrung, die er heute zu seinen prägendsten Opernmomenten zählt.
Er unterscheidet zwischen dem Buhen gegen Sänger, das er ablehnt, und Buhrufen, die aus tiefem emotionalem Konflikt entstehen. Zwar versteht er die Verteidigung der Celan-Einbindung, doch erkennt er auch an, wie herausfordernde Kunst persönliche Abwehrreaktionen auslösen kann.
Die Staatsoper Stuttgart steht weiterhin vor der Frage, wie sie künstlerische Provokation und Publikumserwartungen in Einklang bringen soll. Stand 13. Februar 2026 gibt es keine neuen Richtlinien, um ähnliche Konflikte zu verhindern. Der Vorfall bleibt ein eindringliches Beispiel dafür, wie Wagners Erbe – und die Schatten der Geschichte – nach wie vor leidenschaftliche Debatten entfachen.
Betrüger kassiert 450.000 Euro Corona-Hilfe – und scheitert mit Firmen-Trick
Mit einer erfundenen Baufirma und einem "Firmenbestatter" wollte er die Behörden täuschen. Doch die Spur der 450.000 Euro führte direkt ins Gefängnis – und hinterlässt eine Warnung an alle, die Pandemie-Hilfen missbrauchen.
Thüringens Karneval feiert Comeback – trotz Kälte und strenger Sicherheitsvorkehrungen
Ein Jahr nach dem Schock: Thüringens Narren trotzen Frost und Ängsten. Wie die Polizei und Veranstalter diesmal für ein sicheres Fest sorgen – und warum die Stimmung trotzdem ungebrochen ist.
Wagner-Inszenierung in Stuttgart löst Eklat mit Celans Todesfuge aus
Kunst als Provokation: Warum eine Stuttgarter Wagner-Inszenierung mit Celans Holocaust-Lyrik das Publikum spaltet. Ein Blick auf Empörung, Geschichte und die Grenzen der Interpretation.
Iven Kleißl wird als "Lehrling des Monats" für vorbildliche Metallbau-Ausbildung geehrt
Sein Einsatz geht weit über die Pflicht hinaus: Der 20-Jährige unterstützt Kollegen, meistert Aufgaben perfekt – und wird nun belohnt. Wie eine Ausbildung zum Vorbild wird.
Wie sicher sind Kommunalwahlen vor Cyberangriffen und Falschinformationen?
Cyberangriffe auf Wahlen nehmen zu – doch wie können Kommunen sich schützen? Experten geben Antworten bei der neuen Veranstaltungsreihe Digitaler Dialog.
"400 Jahre jüdisches Leben in der Rhön": Eine Ausstellung gegen das Vergessen
Von Synagogen bis zu Deportationen: Die Schau im Deutschen Museum München holt vergessene Geschichten der Rhön ins Licht. Warum Erinnerung heute wichtiger ist denn je.
Olympia 2026: Warum Pasta in Mailand zum Geheimrezept der Athleten wird
Frische Nudeln statt Power-Riegel: Wie die Organisatoren in Mailand mit traditioneller Küche die Leistung der Olympioniken steigern. Ein Konzept, das auch Wiesbadener Restaurants inspiriert.
Lessing-Tage in Hamburg: Ein Theaterprozess über die AfD polarisiert die Stadt
Ein realer Prozess als Bühnenstück: Juristen debattieren in Hamburg über ein AfD-Verbot. Milo Rau verschmilzt Kunst und Politik – und sorgt für Furore. Was bedeutet das für Deutschland und seine Demokratie?
Jonathan Davids Kein Erfolgsmärchen begeistert mit politischer Theaterkraft in Berlin
Ein Theaterabend, der unter die Haut geht. Jonathan Davids Stück reißt gesellschaftliche Wunden auf – und das Publikum dankt es mit minutenlangem Jubel. Warum dieses Werk die Debatte verändert.
HSKV feiert 35 Jahre mit spektakulärem Rosenmontagszug durch Halle
Ein Fest für die Sinne: Tradition trifft auf Innovation beim größten Karnevalsumzug Halles seit Jahren. Werden die Besucherzahlen endlich wieder steigen? Mit 12.000 Kilogramm Kamelle und einem Prinzenpaar, das die Menge begeistert, wird Geschichte geschrieben.
Thüringens Karneval feiert Comeback – trotz Kälte und strenger Sicherheitsvorkehrungen
Ein Jahr nach dem Schock: Thüringens Narren trotzen Frost und Ängsten. Wie die Polizei und Veranstalter diesmal für ein sicheres Fest sorgen – und warum die Stimmung trotzdem ungebrochen ist.
Wagner-Inszenierung in Stuttgart löst Eklat mit Celans Todesfuge aus
Kunst als Provokation: Warum eine Stuttgarter Wagner-Inszenierung mit Celans Holocaust-Lyrik das Publikum spaltet. Ein Blick auf Empörung, Geschichte und die Grenzen der Interpretation.