Keine Angst vor dem Smartphone - digitale Helfer für Senioren

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Ein Bücherregal mit mehreren Büchern und einer Karte mit Text darüber.Admin User

Keine Angst vor dem Smartphone - digitale Helfer für Senioren - Keine Angst vor dem Smartphone - digitale Helfer für Senioren

Keine Angst vor dem Smartphone – Digitallotsen helfen Senioren

Keine Angst vor dem Smartphone – Digitallotsen helfen Senioren

Keine Angst vor dem Smartphone – Digitallotsen helfen Senioren

  1. Dezember 2025

Ein vom Land unterstütztes Projekt hilft Senioren in Hessen, sich selbstbewusst in der digitalen Welt zu bewegen. Über 600 ehrenamtliche „Digitallotsen“ bieten mittlerweile in 70 Beratungsstellen praktische Unterstützung – vom Online-Ticketkauf bis zur Verwaltung von Smartphone-Benachrichtigungen. Die Initiative, finanziert durch europäische und regionale Mittel, hat bereits Hunderten älterer Bürger in Städten wie Korbach und Linsengericht geholfen.

Das Projekt „Digitallotsen“ startete 2021 im Rahmen einer landesweiten Initiative zur Förderung der digitalen Kompetenz von Senioren. In Korbach läuft es unter dem Dach der Kommunalen Integrationsguides (KISI), gefördert durch den Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF), das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI) sowie die Stadt selbst. Drei Jahre lang koordinierte eine hauptamtliche Integrationskraft die lokalen Aktivitäten.

In Linsengericht, einer Gemeinde mit rund 10.000 Einwohnern, haben die Ehrenamtlichen bereits 800 Stunden investiert und über 400 Bürgern geholfen. Die 78-jährige Renate Rieth besuchte kürzlich eine offene Sprechstunde, um den Umgang mit ihrem Smartphone zu lernen. Der 81-jährige Freiwillige Reinhart Spitzel zeigte ihr, wie man Theaterkarten online bucht. An anderer Stelle half Peter Grimm den 74- und 75-jährigen Brigitta und Horst Schallmayer, eine WhatsApp-Gruppe einzurichten und unerwünschte Google-Benachrichtigungen zu löschen. Erhard Hartmann, der 63-jährige Koordinator der Ehrenamtlichen, betont, dass es im Projekt darum gehe, Technik als Bereicherung und nicht als Belastung zu erleben. Ziel ist der Ausbau des Beratungsstellennetzes, das derzeit in 20 Landkreisen und allen kreisfreien Städten Hessens vertreten ist. Aktuell befindet sich das Projekt in einer Konsolidierungsphase, doch bis 2026 soll es weiterwachsen. Die Kommunen stellen Räumlichkeiten und Ressourcen bereit, um die Angebote reibungslos durchzuführen.

Die Initiative zeigt bereits messbare Erfolge: Hunderte Senioren erhielten individuelle Unterstützung. Durch die Förderung aus europäischen und regionalen Töpfen kann das Programm seine Reichweite weiter ausbauen. In den kommenden Jahren sollen zusätzliche Beratungsstellen und Freiwillige hinzukommen, um älteren Bürgern in ganz Hessen alltagspraktische Hilfe anzubieten.

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