Ölpreisschock nach Angriffen auf iranische Atomanlagen – DAX erholt sich überraschend

Lukas Hoffmann
Lukas Hoffmann
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Eine Liniengrafik, die einen abwärtsgerichteten Trend bei den zukünftigen Ölimport-Erwartungen zeigt, mit begleitendem Text.Lukas Hoffmann

Ölpreisschock nach Angriffen auf iranische Atomanlagen – DAX erholt sich überraschend

Ölpreise steigen nach US-israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen um 10 %

Die Ölpreise sind am 28. Februar 2026 nach den Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf iranische Nukleareinrichtungen um 10 % hochgeschnellt. Der plötzliche Preisschub hat weltweit Befürchtungen vor höheren Energiekosten, Inflation und wirtschaftlicher Instabilität geschürt. Unterdessen erholte sich der DAX am Donnerstag von frühen Verlusten und stieg bis Mittag ins Plus, während Anleger widersprüchliche Signale aus dem Nahostkonflikt und den Energiemärkten abwogen.

Die jüngste Eskalation im Iran hat globale Märkte erschüttert. Die Angriffe auf iranische Atomanlagen lösten einen sofortigen Anstieg der Ölpreise aus und trieben den Preis für Brent-Rohöl auf fast 85 US-Dollar pro Barrel, bevor er sich bei etwa 83 Dollar einpendelte. Analysten warnen, dass anhaltend hohe Energiekosten die Inflation anheizen und Zinssenkungen verzögern könnten – mit zusätzlichem Druck auf die Wirtschaft nicht nur in Europa.

Der DAX startete schwach, erholte sich jedoch, als Gerüchte über eine mögliche Gesprächsbereitschaft Irans im Atomstreit die Runde machten. Um 12:30 Uhr notierte der Index bei etwa 24.300 Punkten und damit 0,4 % über dem Vortagesschluss. Adidas, Symrise und MTU führten die Gewinner an, während Deutsche Post, Qiagen und Fresenius die Schlusslichter bildeten.

Anleger richten ihren Blick nun auf die US-Arbeitsmarktdaten in der Hoffnung auf klarere Orientierung angesichts der Unsicherheit. Die weiteren Risiken des Konflikts – darunter mögliche Störungen der Energieversorgung durch die Straße von Hormus – bleiben eine Sorge, auch wenn bisher keine unmittelbaren Auswirkungen auf die großen US-amerikanischen oder asiatischen Börsenindizes gemeldet wurden. Eine signifikante Veränderung der Lage im iranischen Atomprogramm ist vor dem Wochenende unwahrscheinlich, sodass die Märkte in gespannter Erwartung verharren.

Die mittägliche Erholung des DAX spiegelt eine Mischung aus nachlassenden Energiepreisen und spekulativem Optimismus bezüglich der iranischen Haltung wider. Dennoch belasten die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts – höhere Ölpreise, Inflationsrisiken und Bedrohungen für die Lieferketten – weiterhin die globalen Märkte. Mit den anstehenden US-Beschäftigungszahlen und keiner schnellen Lösung in Sicht steht Anlegern ein Wochenende voller anhaltender Unsicherheit bevor.

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