Merck kämpft mit sinkenden Umsätzen und Währungsrisiken durch schwachen Dollar-Euro-Kurs

Lukas Hoffmann
Lukas Hoffmann
2 Min.
Ein Diagramm, das verlorene Einnahmen aufgrund globaler Wirtschaftseinbußen zeigt, mit begleitendem Text, der weitere Details liefert.Lukas Hoffmann

Schwacher Dollar: Merck erwartet Gewinnrückgang - Merck kämpft mit sinkenden Umsätzen und Währungsrisiken durch schwachen Dollar-Euro-Kurs

Merck verzeichnet leichten Rückgang bei Umsatz und Gewinn für 2025 – weitere finanzielle Herausforderungen erwartet

Der Pharmakonzern Merck hat für das Jahr 2025 einen leichten Rückgang bei Umsatz und Gewinn gemeldet und rechnet auch in diesem Jahr mit weiteren finanziellen Belastungen. Der Nettogewinn sank um etwa 6 % auf knapp über 2,6 Milliarden Euro, während der Umsatz um 0,3 % auf 21,1 Milliarden Euro zurückging. Die Aktionäre erhalten jedoch eine stabile Dividende von 2,20 Euro pro Aktie.

Im Jahr 2026 sieht sich das Unternehmen mehreren Druckfaktoren ausgesetzt. Ein zentrales Problem ist der Wegfall der US-Umsätze mit dem Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad, da ab März generische Konkurrenzprodukte auf den Markt kommen. Dieser Wandel ist Teil eines größeren Trends zunehmender Wettbewerbsintensität in der Branche.

Auch ein schwächerer US-Dollar hat die Finanzperformance von Merck belastet. Rund ein Viertel des weltweiten Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in den USA, und Währungsschwankungen haben die Gewinne geschmälert. Der Rückgang des Dollar-Kurses ist unter anderem auf Handelskonflikte zurückzuführen, darunter die unter der Regierung von Präsident Trump verhängten Zölle – 20 % auf EU-Importe und 34 % auf chinesische Waren. Diese Maßnahmen störten globale Lieferketten und trieben die Kosten für deutsche Pharmaexporteure in die Höhe.

Für das laufende Jahr prognostiziert Merck einen Rückgang des operativen Gewinns (EBIT) auf 5,5 bis 6,0 Milliarden Euro vor Sondereffekten. Der Umsatz dürfte stagnieren und höchsten 20,0 bis 21,1 Milliarden Euro erreichen. Unterdessen wird die scheidende Vorstandsvorsitzende Belén Garijo das Unternehmen Ende April verlassen, um den französischen Konkurrenten Sanofi zu führen.

Trotz der finanziellen Belastungen hat sich Merck entschieden, die Dividende unverändert zu lassen. Diese Entscheidung spiegelt einen Ausgleich zwischen der Belohnung der Aktionäre und der Bewältigung der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen wider.

Die Prognose von Merck bleibt vorsichtig, während das Unternehmen sich mit Generika-Wettbewerb, Währungsrisiken und Führungswechseln auseinandersetzt. Die Umsatz- und Gewinnprognosen deuten auf begrenztes Wachstum hin, wobei der operative Gewinn voraussichtlich sinken wird. Die Aktionäre erhalten jedoch weiterhin dieselbe Dividendenausschüttung wie im Vorjahr.

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