Löhne im öffentlichen Dienst Ost fast auf Westniveau – doch die Ungleichheit bleibt
Löhne im öffentlichen Dienst Ost fast auf Westniveau – doch die Ungleichheit bleibt
Nach 36 Jahren haben die Löhne im öffentlichen Dienst Ostdeutschlands fast zu denen im Westen aufgeschlossen. Die jüngste Gehaltserhöhung von 5,8 Prozent für Staatsbedienstete markiert einen Meilenstein bei der Angleichung. Doch Kritiker betonen, dass dieser Erfolg zugleich Jahrzehnte der Ungleichheit und strukturelle Finanzdefizite unterstreicht.
Bei der deutschen Wiedervereinigung 1990 lagen die Gehälter im öffentlichen Dienst Ostdeutschlands bei nur 75 Prozent des Westniveaus. Die Annäherung erfolgte schrittweise: Der Solidarpakt von 1993 sah schrittweise Erhöhungen vor, während das Tarifabkommen von 2002 bis 2005 die vollständige Angleichung bis 2005 zum Ziel hatte. Trotz Verzögerungen brachte der TVöD-SuE-Tarifvertrag von 2020 die Löhne bis 2023 auf 96 bis 98 Prozent des Westniveaus; die endgültige Angleichung steht für nächstes Jahr an.
Die aktuelle Einigung umfasst zwar eine Erhöhung um 5,8 Prozent, doch ihre Wirkung wird durch mehrere Faktoren abgeschwächt. Eine lange Phase ohne Lohnerhöhungen, minimale Zuwächse für Geringverdiener und das Fehlen einer Arbeitszeitverkürzung mindern die Vorteile. Dass Hessen sich dem Abkommen nicht angeschlossen hat, verschärft die Problematik zusätzlich.
Hinter dem Gehaltsstreit verbirgt sich eine tiefere Finanzkrise. Länder und Kommunen erhalten zu wenig Steuereinnahmen, unter anderem weil die Vermögenssteuer seit Jahren ausgesetzt bleibt. Große Erbschaften werden kaum besteuert, was die Haushalte weiter belastet. Chronischer Personalmangel in Behörden führt zudem zu unentdeckten Verstößen – etwa gegen den Mindestlohn oder bei Steuerhinterziehung –, die dem Staat Millionen an entgangenen Einnahmen kosten.
Die öffentlichen Arbeitgeber behaupten, es fehle an Mitteln für bessere Angebote, doch Politiker könnten den finanziellen Rahmen neu gestalten. Derzeit hängen Lohnerhöhungen oder -kürzungen von den verfügbaren Haushaltsmitteln ab – ein Vorgehen, das Kritiker als nicht zukunftsfähig bezeichnen. Ohne Reformen wird sich der Kreislauf aus Haushaltslücken und unzureichenden Löhnen voraussichtlich fortsetzen.
Die Lohnangleichung ist zweifellos ein Fortschritt, kommt aber nach Jahrzehnten der Ungleichheit. Die 5,8-prozentige Erhöhung ist zwar begrüßenswert, bleibt aber durch finanzielle Engpässe und strukturelle Mängel begrenzt. Für nachhaltige Veränderungen, so Experten, seien umfassende Steuer- und Finanzreformen unerlässlich, um künftige Defizite zu vermeiden.
Europas wachsende Abhängigkeit von US-Technologie gefährdet Sicherheit und Souveränität
Von Kampfflugzeugen bis zur Cloud: Europa setzt auf US-Lösungen – doch ein "Kill Switch" könnte den Kontinent lahmlegen. Warum die Suche nach Alternativen jetzt dringend wird.
Europas riskante Abhängigkeit von US-Technologie und Militär droht Sicherheit zu gefährden
Behörden zahlen Millionen für Microsoft, Kampfflugzeuge hängen an US-Updates – und ein Embargo könnte den Zahlungsverkehr lahmlegen. Doch Schleswig-Holstein zeigt: Es geht auch anders.
Romantischer Heiratsantrag bei Michelles Abschiedskonzert in Berlin
Ein unvergesslicher Moment auf der Bühne: Als Michelle sich von ihren Fans verabschiedete, überraschte ihr Partner sie mit einem zweiten Antrag. Die Arena in Berlin tobte vor Rührung.
Schwer verletztes Pferd in Hessen: Polizei ermittelt wegen Tierquälerei-Verdachts
Ein grausamer Fund erschüttert Hessen: Ein Pferd mit absichtlichen Verletzungen kämpft ums Überleben. Wer hat das Tier so zugerichtet – und warum?
Hanau verschärft Bußgeldkatalog 2025: Bis zu 600 Euro für Hundekot und Müll
Wer in Hanau künftig Hundekot liegen lässt, zahlt bis zu 600 Euro. Doch nicht alle Städte setzen auf harte Strafen – manche bevorzugen Dialog. Wer profitiert?
Warum die Briefwahl in Deutschland immer mehr Fans gewinnt – und was Sie beachten müssen
Die Pandemie machte sie zum Gamechanger, heute ist sie Normalität: die Briefwahl. Doch wer die Uhr nicht im Blick hat, riskiert, dass seine Stimme ungültig wird. Ein Leitfaden für sichere Abstimmung.
Charli XCX beendet den Brat-Summer mit satirischer Film-Abrechnung The Moment
Von Brat zur Leinwand: Charli XCX bricht mit The Moment Tabus – zwischen Festival-Hype und selbstironischer Abrechnung. Was kommt nach dem Brat-Summer?
Kölner Karneval 2024: Politische Satire trifft Selenskyj und Trump mit scharfer Kritik
Ein Messer im Rücken Selenskyjs, Trump als Diktator – die Kölner Jecken zeigen wieder, wie sie Weltpolitik in bunte, provokante Bilder packen. Wer trifft's diesmal härter?
Löhne im öffentlichen Dienst Ost fast auf Westniveau – doch die Ungleichheit bleibt
Ein historischer Schritt zur Lohnangleichung – doch hinter der 5,8-Prozent-Erhöhung stecken jahrelange Ungerechtigkeiten und eine chronische Finanzkrise. Warum der Fortschritt nur ein erster Schritt ist.
Neuer ULI-Leitfaden zeigt, wie Nachhaltigkeitsausschüsse die Immobilienbranche dekabonisieren
Wie können Gebäude CO₂-neutral werden? Ein neuer Leitfaden der ULI Europe gibt Eigentümern, Verwaltern und Mietern konkrete Werkzeuge an die Hand. Von grünen Mietverträgen bis zu Sanierungsplänen.
Superbörse für Europa: Warum die Pläne trotz Unterstützung stocken
Eine europäische Superbörse soll Märkte stärken – doch die Realität sieht anders aus. Während Politiker wie Merz drängen, mauern Börsenchefs und Regulierer. Wer gewinnt diesen Machtkampf?
Europas Börsenunion scheitert erneut an Deutschen Bank und Euronext
Friedrich Merz fordert eine Finanzunion – doch die Deutsche Bank und Euronext bleiben solo. Wer bremst Europas Weg zur globalen Börsenmacht? Die Gründe sind überraschend.