US-Shutdown 2023: Warum Soldaten in Deutschland zur Tafel geschickt wurden
US-Shutdown 2023: Warum Soldaten in Deutschland zur Tafel geschickt wurden
Ein 43-tägiger Stillstand der USA Ende 2023 stürzte Militärangehörige in finanzielle Unsicherheit. Während der Krise riet die US-Armee Soldaten in Deutschland kurzzeitig, sich an Tafeln zu wenden. Der Vorschlag löste Empörung aus und wurde schnell von der Website der Armee entfernt.
Der Shutdown begann am 1. Oktober 2023 und gefährdete die Gehaltszahlungen der Soldaten für Mitte November. Als die Sorgen wuchsen, veröffentlichte die US-Armee Europa und Afrika eine Liste mit Unterstützungsangeboten im Internet. Darunter befand sich auch der Hinweis, dass sich Truppen an örtliche Tafeln wenden könnten.
Ursprünglich war die Empfehlung für deutsche zivile Mitarbeiter und nicht für Soldaten gedacht. Nach öffentlicher Kritik löschte die Armee den Beitrag. Später bestätigten Beamte, dass während des Shutdowns weder US-Soldaten noch lokale Mitarbeiter die Wiesbadener Tafel aufgesucht hatten.
Der Kongress verabschiedete schließlich ein vorübergehendes Haushaltsgesetz, um die 43-tägige Blockade zu beenden. Allerdings läuft die Übergangslösung nur bis Ende Januar 2024, sodass bei ausbleibender Einigung über einen vollständigen Haushalt ein erneuter Stillstand droht.
Der Shutdown endete mit einem kurzfristigen Budgetkompromiss, der sicherstellte, dass die Truppen ihr verspätetes Gehalt erhielten. Doch das Risiko einer erneuten Haushaltssperre bleibt bestehen, falls die Abgeordneten keine langfristige Lösung finden. Der Vorfall unterstrich die finanzielle Belastung, der Militärangehörige während Regierungsstillständen ausgesetzt sind.
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