Zwei vergessene Legenden: Bitter SC Sedan und Opel Omega V8 kämpften um ihr Überleben
Zwei vergessene Legenden: Bitter SC Sedan und Opel Omega V8 kämpften um ihr Überleben
Zwei seltene deutsche Autos aus den 1970er- und 1980er-Jahren haben gegen alle Widrigkeiten überdauert. Das eine ist der Bitter SC Sedan, ein in Handarbeit gefertigtes Luxusfahrzeug, von dem weltweit nur noch vier Exemplare existieren. Das andere ist der Opel Omega V8-Prototyp – das letzte fahrbereite Modell steht noch immer in Rüsselsheim. Beide Projekte mussten schwere Rückschläge hinnehmen, bleiben aber faszinierende Zeugnisse der Automobilgeschichte.
Erich Bitter hatte ursprünglich einen Achtzylinder-Motor von Opel für seinen SC Sedan im Sinn. Opel lehnte ab, da man keine Motoren an andere Hersteller lieferte. Als Opel später die Produktion von V8-Motoren ganz einstellte, griff Bitter stattdessen auf einen Motor des Chevrolet Corvette zurück.
Der Bitter SC Sedan basierte auf einem Coupé, das um 15 Zentimeter verlängert wurde, um eine viertürige Version zu schaffen. Diese Umbaumaßnahme führte jedoch dazu, dass die Rücksitze kaum noch Kopffreiheit boten. Trotz dieser Eigenheiten machen das exotische Design und die Seltenheit des Modells es heute zu einem begehrten Sammlerstück mit einem aktuellen Marktwert von etwa 60.000 Euro. Der niederländische Enthusiast Ben de Wilde besitzt eines der letzten vier Exemplare und nutzt es für entspannte Familienausflüge.
Unterdessen startete Opel in den 1980er-Jahren das eigene Omega-V8-Projekt. Die Ingenieure sahen sich sofort mit Herausforderungen konfrontiert: Die Frontpartie war zu schmal für den Corvette-Motor, die Lenksäule kollidierte mit den neuen Bauteilen, und die hintere Trennwand musste stark modifiziert werden. Nach einem Jahr Arbeit passte der Motor schließlich, doch das aus den USA stammende Automatikgetriebe versagte bei Hochgeschwindigkeits-Tests auf deutschen Autobahnen.
Opel hatte geplant, 2.000 Omega V8 zu bauen, doch die Getriebeprobleme zwangen das Unternehmen, den Marktstart abzusagen. Matthias Schollmaier, der am Projekt mitarbeitete, bezeichnete es später als 'das Verrückteste meines Lebens'. Heute existiert noch der einzige verbliebene Prototyp in Rüsselsheim.
Volker Koerdt, der beide Fahrzeuge untersucht hat, betonte, dass sie durchaus Potenzial besaßen. Doch technische Hürden und unternehmerische Entscheidungen begrenzten ihren Erfolg.
Der Bitter SC Sedan und der Opel Omega V8 stehen für kühne, aber fehlerbehaftete Visionen. Der eine wurde zu einem seltenen Sammlerobjekt, der andere erreichte nie die Serienproduktion. Ihre Geschichten zeigen, wie selbst innovative Automobilprojekte durch technische Herausforderungen und wirtschaftliche Zwänge scheitern können.
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