Bayerisches Testzentrum muss 95.000 Euro wegen ungültiger Speicheltests zurückzahlen

Beatrix Fiebig
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Ein Plakat mit Text und Bildern über Covid-19-Booster-Fakten, einschließlich Statistiken, Virustyp, Risiken und eine Grafik einer Person mit Mund-Nasen-Schutz.Beatrix Fiebig

Bayerisches Testzentrum muss 95.000 Euro wegen ungültiger Speicheltests zurückzahlen

Ein bayerisches COVID-19-Testzentrum muss 95.000 Euro zurückzahlen, nachdem es monatelang nicht zugelassene Speicheltests eingesetzt hatte. Das Verwaltungsgericht München bestätigte die Entscheidung und urteilte, dass die Betreiberin die Gültigkeit der Tests trotz Angaben des Lieferanten nicht ausreichend überprüft habe. Der Fall zeigt die anhaltend strenge Kontrolle der Teststandards während der Pandemie auf.

Das Testzentrum nahm im Dezember 2021 seinen Betrieb auf – beauftragt vom Landratsamt Dachau. Zwar meldete es sich im März 2022 bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayern an, setzte jedoch weiterhin den speichelbasierten Schnelltest (AT088/21) ein, obwohl solche Tests wegen Zweifeln an ihrer Zuverlässigkeit bereits ausliefen.

Im April 2022 erhielt die Betreiberin für vier Monate Testbetrieb Erstattungen in Höhe von rund 95.000 Euro. Die KV deckte später Unregelmäßigkeiten auf und forderte weitere Unterlagen an. Bis August 2023 wurde der Bewilligungsbescheid vollständig zurückgenommen: Sowohl die Servicegebühren als auch die Materialkosten wurden auf 0,00 Euro festgesetzt, und die vollständige Rückzahlung wurde angeordnet.

Vor Gericht argumentierte die Betreiberin, sie habe sich auf die Zusicherungen des Lieferanten und eigene Recherchen verlassen und nicht gewusst, dass der Test keine ordnungsgemäße Zulassung besaß. Das Gericht wies diese Einwendung zurück und stellte klar, dass die Überprüfung der Testzulässigkeit in der Verantwortung des Zentrums lag. Die Nutzung eines nicht genehmigten Produkts stelle unabhängig von der Absicht eine unzulässige Leistungserbringung dar.

Zudem bestätigte das Gericht, dass die KV rechtmäßig die Zahlungen auf null reduzierte, da haushaltsrechtliche Vorgaben keinen Spielraum ließen. Der Fall reiht sich in ein ähnliches Urteil von 2022 ein, bei dem ein weiteres bayerisches Testzentrum 95.000 Euro für den Einsatz eines nicht zugelassenen Speicheltests nach dem Stichtag im September 2021 zurückzahlen musste.

Das Urteil unterstreicht, dass Testzentren sicherstellen müssen, dass alle Schnelltests den regulatorischen Anforderungen entsprechen. Die Betreiberin muss nun die vollen 95.000 Euro erstatten, ohne weitere Rechtsmittel. Die Entscheidung verdeutlicht die konsequente Überwachung von pandemiebezogenen Fördermitteln und Testverfahren.

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